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Übernahme Westtrack

17 Mai 2022  |  Lesezeit: 4 minuten

Mit der Entwicklung von Raupenlaufwerken wagte Zuidberg einen Sprung ins kalte Wasser: „Wir haben unseren Qualitätsstandard vollständig umgesetzt.“

Die Übernahme und Integration von Westtrack Tracksystems im Jahr 2011 verlief nicht ganz glatt und reibungslos. Zwar unterscheidet sich der Produktionsprozess für Raupensysteme kaum von dem für Frontkraftheber und Zapfwellen, aber das Produkt selbst war für Zuidberg neu. „Raupensysteme wurden bei uns als Exoten angesehen.“

Da der Markt für Frontkrafthebersysteme in Europa zunehmend gesättigt war, beschloss Zuidberg, seine Produktpalette um ein Produkt zu erweitern, mit dem auch auf einen anderen Bedarf des Marktes reagiert werden konnte. Dieses Produkt musste zur Unternehmensphilosophie, zur Produktionsmethode und zur Verkaufs- und Vertriebsmethode des Unternehmens passen. Die Wahl der Tracks war daher eine logische Entscheidung.

„Die Metallbearbeitung, das Spritzen und der Zusammenbau der Teile für die Raupensysteme sind sind ähnlich wie bei den Frontkrafthebern und Zapfwellen. Deshalb passten die Raupesysteme eigentlich perfekt zu uns“, sagt Klaasbert de Boer, Projektingenieur bei Zuidberg. „Allerdings ist das Produkt selbst natürlich ganz anders. Anfangs galten die Raupensysteme in unserem Unternehmen als Exoten. Schließlich haben wir Frontkraftheber und Zapfwellen gebaut, nicht wahr? Es hat eine Weile gedauert, bis alle den Wert dieser Maßnahme erkannt haben.

Drei Monate „Praktikum“
Um sich mit den Raupensysteme vertraut zu machen, ließ Zuidberg eine Reihe von Mitarbeitern für einige Monate bei Westtrack Tracksystems arbeiten. Der Mechaniker Martin Kamphuisen war einer von ihnen. „Ich hatte gerade ein Jahr lang bei Zuidberg gearbeitet, als Westtrack übernommen wurde. Dann wurde ich gefragt, ob ich Raupensysteme montieren wolle. Einige Tage später wurde ich gebeten, für einige Monate in Dussen im niederländischen Nordbrabant zu arbeiten, wo Westtrack seinen Sitz hatte.“

Nachdem er sich zu Hause mit seiner Frau und seinen Kindern arrangiert hatte, packte Martin also seine Koffer. „Zusammen mit meinem Kollegen Harrie Kuijers bin ich dort drei Monate gewesen. Wir waren jede Woche von Montagmorgen bis Donnerstagnachmittag dort, es war wie auf Montage: Tagsüber arbeiten und abends in die Unterkunft. Im letzten Monat war auch Henry Cornelis dabei. Er blieb noch etwas länger, während ich begann, hier bei Zuidberg alles einzurichten.“

Die Maschinen arbeiten lassen
Und das bedeutete eine ganze Menge Arbeit. Martin: „Bei Westtrack wurde eine andere Arbeitsmethode angewendet, als ich es gewohnt war. So musste beispielsweise der gesamte Montageprozess geändert werden. Damals wurden die Unterwagen der Laufwerke geschweißt und dann zum Strahlen und Spritzen auf einen Bock gelegt. Drei Tage später kamen sie zurück, und dann musste man die Laufwerke auf demselben Bock montieren, umdrehen und wieder umdrehen.“ Klaasbert fügt hinzu: „Die Achsen der Räder wurden gestrahlt, als sie bereits montiert waren. Allerdings fällt beim Strahlen Feinstaub und Sand an Lagern und Dichtungen an, wo man natürlich absolut keinen Staub oder Schmutz haben will. Das birgt Risiken, deshalb haben wir das sofort eingestellt.“

Auch im Bereich der Technik wurde eine wesentliche Verbesserung erzielt. Klaasbert: „Wir haben zunächst alle Zeichnungen digitalisiert. Das war ganz schön zeitraubend. Die Westtrack-Nummern mussten mit den Zuidberg-Nummern in unserem eigenen System verknüpft werden.“

Der wichtigste Schritt war die Standardisierung der Verfahren. Klaasbert: „Wir haben alle modularen Teile standardisiert. Zum Beispiel die Rahmen, die oft über und über gezeichnet wurden, haben wir konvertiert und in unseren Systemen erfasst. Dadurch wurde der Produktionsprozess erheblich beschleunigt. Auf diese Weise konnten wir die Produktionszahlen steigern und das tun, was wir hier in Zuidberg am besten können: die Maschinen arbeiten lassen.”

Vorsichtige Weiterentwicklung
Im Jahr 2016 investierte Zuidberg in einen neuen Produktions- und Testbereich für die Entwicklung von Gummibändern. Zuidberg wollte von den Gummiraupenlieferanten unabhängig werden, welche zudem auch unsere Konkurrenten sind.  Dies sollte es uns auch ermöglichen, die Produktionskapazität weiter zu erhöhen. Klaasbert: „Die erwartete Nachfragesteigerung ist jedoch aufgrund der Unberechenbarkeit insbesondere des Wetters und damit der Investitionen der Kunden in Gänze nicht eingetreten. Zuidberg beschloss daher, die Entwicklung von Gummi Raupensysteme auf Eis zu legen. Die Gummiproduktion wird zwar fortgesetzt, aber es werden derzeit keine Investitionen in neue Entwicklungen getätigt.  Das kam für viele Kollegen überraschend.“ Martin: „Diese Nachricht kam unerwartet. Zuerst dachten wir, wir würden die Raupenlaufwerke ganz aufgeben, aber das war zum Glück nicht der Fall. Glücklicherweise stellen wir die Gummiraupen immer noch selbst her, allerdings in kleineren Mengen, während die Produktion der Raupensysteme weiterläuft.“

Klaasbert: „Gerade in Amerika gibt es viele Chancen. Dort ist der Markt für Raupenlaufwerke sehr groß. Wir produzieren fast ausschließlich Raupenlaufwerke für John Deere und Case Mähdrescher. Aber auch in den Niederlanden werden sie mehr und mehr nachgefragt. Raupenlaufwerke können als Ernteversicherung angesehen werden, denn sie entlasten den Boden enorm. Und das ist wichtig, denn wir müssen noch sehr lange unsere Böden bewirtschaften. Erfreulicherweise setzt sich dieses Verständnis auch hier immer mehr durch.“

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